Die Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Witzenhausen, Hannelore Erfurth erklärt:
Die Planung und der Bau der Werrabrücke werden noch viele Jahre dauern, frühestens wird 2031 damit begonnen. Es stellt sich die Frage, ob die Planung, die Hessen Mobil nun durch Frau Strecker für einen Teilbereich der B 451 vorstellen ließ, somit nicht überflüssig ist. Zumal auch die öffentlichen Kassen leer sind.
Der Magistrat hat vor einiger Zeit von der Stavo den Auftrag bekommen den Schienenanschuß durch das Gelstertal zum Industriegebiet zu überprüfen.
Es gibt aktuell ein Urteil dass die Deutsche Bahn die Hunsrückquerbahn instandsetzen muss. Vielleicht bestünde ja auch bei uns die Mögichkeit, dass die Deutsche Bahn einen Großteil der Kosten übernehmen müßte. Das bliebe zu prüfen. Auch wenn eine Reaktivierung der Schienenstrecke auch Jahre in Anspruch nehmen wird, und natürlich auch mit Umständen verbunden sein wird. Es muss ja mal ein Anfang gemacht werden.
Ein Teil des Schwerverkehrs ins Industriegebiet könnte damit aufgefangen werden, das sind schließlich mehrere 100 LKW täglich. Mit einer neuen Trassenführung der B451 und neuer Brücke würde der Schwerverkehr auf jeden Fall zunehmen. Natürlich ist es für die dort ansässigen Firmen bequemer mit LKW angefahren zu werden, zumal in den die letzten 20 Jahren diese Lieferform forciert wurde. Dabei wurde bis Anfang der 2000er Jahre noch per Bahn geliefert. Natürlich können wir den Firmen nicht vorschreiben wie sie beliefert werden. Aber im Zuge des Klimawandels sind alle gefordert ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Es ist eine moralische Verpflichtung der großen Firmen. Letztendlich müssen wir natürlich froh sein, diese Firmen vor Ort zu haben, aber auch diese Betriebe müssen langsam umdenken, wenn sie künftig wettbewerbsfähig bleiben wollen. Durch die Müllverbrennungsanlage und der damit gewonnenen Energie zur Papierproduktion bestehen Wettbewerbsvorteile. Es werden Millionen zur vorherigen Energielieferung durch Gas eingespart, die Firmen haben scheinbar gute Margen, wenn man die Bilanzen einsieht, die ja öffentlich sind. Es ist nicht mehr als gerecht mit einem Teil des Gewinns die Bevölkerung zu schützen die es ihnen danken würde. Weniger Schwerverkehr, weniger Lärm, Feinstaub und andere Emissionen, ganz abgesehen von der Zerschneidung der Innenstadt.
In Witzenhausen fehlt ein Gesamtverkehrskonzept, dies ist seit Jahren bekannt. Da der Bau einer Brücke sich so oder so noch um Jahre wenn nicht sogar Jahrzente verzögern wird, wäre es um so wichtiger eine Lösung für Fußgänger und Radfahrer zu haben. Ob in Form einer leichten Brücke, eines Anbaus oder wie auch immer es machbar wäre, Ziel sollte sein, die katastrophale, momentane Lage möglichst schnell zu entschärfen.



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