Bei der Bürgermeisterwahl in Witzenhausen kandidiert Gardis von Gersdorff für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Einstimmig nominierte die Mitgliederversammlung die promovierte Agrarwissenschaftlerin für die Wahl am 8. Oktober.
Aufgewachsen in Witzenhausen legte v. Gersdorff ihr Abitur am Beruflichen Gymnasium mit Schwerpunkt Biotechnik ab und wechselte für ihr Studium kurzzeitig nach Göttingen. Um dieses abzuschließen, kehrte die heute 35-jährige nach Witzenhausen zurück und promovierte am ansässigen Fachbereich für Ökologische Agrarwissenschaften. Beruflich ist v. Gersdorff als Referentin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie tätig. Auch ehrenamtlich ist Gardis v. Gersdorff fest in der Stadtgesellschaft verwurzelt. Als Kirchenvorsteherin der evangelischen Gemeinde und als 2. Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Witzenhausen ist sie bereits vielen bekannt.
Zur Motivation ihrer Kandidatur erklärt Gardis v. Gersdorff:
„Ich möchte, dass Entscheidungen in der Stadtpolitik mit deutlich mehr Weitblick getroffen werden und Nachhaltigkeit zum Wohle von Bürger*innen, kommunaler Wirtschaft und Umwelt als Leitbild etablieren.“ Als aktuelles Beispiel nennt sie die Diskussion um Nahwärme am Marktplatz, die die aktuelle Rathausspitze blockiert: „Mit dem Ausbau des Nahwärmenetztes, das aus dem Blockheizkraftwerk An der Fährgasse gespeist wird, gibt es eine Chance die Wärmeversorgung ein Stück weit klimafreundlicher zu gestalten. Die aktuelle Blockade ist nicht zukunftsorientiert“, so v. Gersdorff. Außerdem plädiert die Kandidatin für mehr Vernetzung in der Stadt: „Das Engagement der Bürger*innen und die Vielfalt in Kernstadt und Ortsteilen verdienen es, dass ihr großes Potential für die Stadt gehoben wird. Allerdings wird an vielen Stellen zu viel über und nicht miteinander geredet.“ Als Beispiel nenn v. Gersdorff das Nebeneinander von Stadtverwaltung und Universität. Das Potential sei noch nicht ausgeschöpft.
Die GRÜNEN zeigen sich begeistert von ihrer Kandidatin: „Gardis von Gersdorff ist traditionsbewusst und hat die Zukunft im Blick. Damit ist sie eine herausragende Kandidatin für Witzenhausen,“ betont Marius Wille, Sprecher des Stadtverbands. „Die letzten Wahlen haben gezeigt, dass wir GRÜNE eine starke politische Kraft in der Stadt sind. Deshalb treten wir selbstbewusst mit dem Ziel an, dass Gardis v. Gersdorff die nächste Bürgermeisterin von Witzenhausen wird.“




Neuste Artikel
Kreistag
Bericht aus dem Kreistag vom 08. Dezember 2025
Im Fokus der letzten Sitzung des Kreistags in diesem Jahr stand der Finanzhaushalt für 2026. Dieser Haushalt sieht nicht so aus, wie wir ihn uns vorstellen, denn es gibt Kürzungen beim Klimaschutz und kaum inhaltliche Akzente. Erfreulich ist, dass auf eine Erhöhung der Kreisumlage verzichtet werden kann – eine sehr gute Nachricht für die Städte…
sontra
Grüne treten für Stadtparlament Sontra an
Bei der Kommunalwahl am 15. März kandidieren Bündnis 90/Die Grünen mit einer eigenen Liste für das Stadtparlament von Sontra. Auf einer Mitgliederversammlung wurden bereits Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Die Liste wird angeführt von der Diplom-Kauffrau Nadja Lang aus Berneburg. Nadja Lang hat Betriebswirtschaftslehre studiert, war beruflich tätig in der Automobil- sowie Logistikwirtschaft. Aktuell ist sie…
Meinhard/Wanfried
Erstmals Grüne Listen beschlossen
Auch Meinhard und Wanfried haben ihre „Listenmenschen“ für die Kommunalwahl Die Kommunalwahl am 15. März 2026 wird bunter. Nachdem im Juli der Ortverband Meinhard / Wanfried von Bündnis 90/Die Grünen gegründet wurde, ist nun bereits der zweite Meilenstein erreicht. In zwei Mitgliederversammlungen des Ortsverbandes wurden am 19. November die Listen für Meinhard und für Wanfried…
Ähnliche Artikel
Ehrenamt
Kunstrasen für Witzenhausen?
Grundsätzlich ist es zu begrüßen dass die Fußballvereine und und mit ihnen eine Vielzahl Ehrenamtlicher unterstützt werden sollen. Fußball ist ein Breitensport, der viel zur Integration beiträgt. Es ist wie überall, wo zusammen gespielt, gefeiert und kommuniziert wird, gibt es weniger Probleme und es wird Verständnis füreinander aufgebaut.
Mobilität
Weniger Schwerverkehr, weniger Lärm, mehr Schiene!
Die Planung und der Bau der Werrabrücke werden noch viele Jahre dauern, frühestens wird 2031 damit begonnen. Es stellt sich die Frage, ob die Planung, die Hessen Mobil nun durch Frau Strecker für einen Teilbereich der B 451 vorstellen ließ, somit nicht überflüssig ist.
Witzenhausen
Gefährliche Pestizidexporte stoppen – aber wie?
Der Arbeitskreis Landwirtschaft der GRÜNEN im Werra-Meißner Kreis lädt zu einem Workshop zum Thema Pestizidexporte mit den Grünen Politiker*innen Hans-Jürgen Müller (MdL Hessen), Debbie Düring (MdB) und Awet Tesfaiesus (MdB) ein. Im Rahmen eines interaktiven Workshop-Formats soll diskutiert werden, wie ein effektives Exportverbot hochgefährlicher Pestizide aussehen könnte und welche Schritte auf internationaler Ebene dafür nötig…