Die wehrhafte und resiliente DemokratieGroßer Andrang bei Diskussionsveranstaltung in Waldkappel

PRESSEMITTEILUNG

MdB AWET TESFAIESUS

Waldkappel. Der kleine Saal des Bürgerhauses in Waldkappel war am Mittwoch, 18. Februar, bis auf den letzten Platz gefüllt: Rund 50 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt, um sich mit dem aktuellen Zustand der Demokratie auseinanderzusetzen.

Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/Die Grünen) referierte die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Tine Stein von der Georg-August-Universität Göttingen zum Thema „Die wehrhafte und resiliente Demokratie als Antwort auf den autoritären Populismus“. In ihrem Vortrag spannte sie einen weiten historischen und geografischen Bogen und ordnete aktuelle politische Entwicklungen in größere gesellschaftliche Zusammenhänge ein. Begriffe wie „Polykrise“ und „Bürgerethos“ dienten dabei als analytische Leitmotive.

„Alle Bürger sind aufgefordert, diese Demokratie zu verteidigen“, betonte Prof. Dr. Stein. Zugleich unterstrich sie die Bedeutung demokratischer Tugenden: „Die guten Sitten der Demokratie müssen aufrechterhalten werden.“

In der anschließenden Gesprächsrunde mit Ulrike Presch aus Eschwege, Mitinitiatorin der Gesprächsgruppe „Komm, lass uns reden“, sowie dem Kulturschaffenden und Stadtverordneten Maximilian Balken aus Waldkappel wurde deutlich, welche konkreten Herausforderungen sich auch auf kommunaler Ebene stellen. Ein zentrales Fazit lautete: Der kontinuierliche Dialog und die Bereitschaft zum Austausch seien essenziell für eine lebendige Demokratie.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Einschätzungen einzubringen. Dabei ging es unter anderem um den Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen im Alltag, die Rolle der Zivilgesellschaft sowie um konkrete Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene. Die engagierte Beteiligung des Publikums unterstrich das große Interesse an einem vertieften Austausch.

Abschließend zeigte sich Awet Tesfaiesus sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Die große Resonanz und die engagierten Wortmeldungen aus dem Publikum machten deutlich, wie wichtig vielen Bürgerinnen und Bürgern der Austausch über den Zustand und die Zukunft der Demokratie sei. Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, Impulse zu geben und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. „Eine wehrhafte und resiliente Demokratie lebt vom Mitdenken und Mitwirken“, so ihr Fazit.

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