Im Pflegesektor gibt es einen massiven Mangel an Fachkräften. Lokale Akteure versuchen deshalb unter anderem Personal aus dem Ausland anzuwerben. Probleme dabei sind häufig restriktive Einreisebedingungen und deren Auslegung, daneben spielen die Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen sowie finanziellen Hürden eine zentrale Rolle.
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion Felix Martin erklärt: „Wir freuen uns, das die Landrätin und das Regierungspräsidium an der Lösung des Problems arbeiten wollen. Fraglich ist, ob es dafür tatsächlich der Unterstützung einer externen Agentur bedarf, die sich gewerbsmäßig mit der Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland beschäftigt. Wir haben daher einen Berichtsantrag eingereicht um zu erfahren, aus welchem Grund eine Agentur beauftragt wurde und welche Kosten dadurch entstehen. Aus unserer Sicht hätte ein größerer Fokus auf die Zusammenarbeit der Ausländerbehörde mit den erfahrenen Pflegeakteuren aus der Region gut getan.“
Die Grünen interessiert weiterhin, wie die im Kreis tätigen Akteure, die bereits Erfahrung mit der Anwerbung und Eingliederung von Pflegekräften haben, in die Arbeiten eingebunden werden sollen. Es stellt sich auch die Frage, wie die Erkenntnisse der schon lange existierenden Arbeitsgruppen in das Projekt sowie in eine Gesamtstrategie einfließen sollen.



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