Die Landesregierung hat jüngst eine Reform des Kommunalen Finanzausgleichs in den Landtag eingebracht. Dazu erklärt der lokale Landtagsabgeordnete Felix Martin (Grüne): „Nach mehreren Jahren Evaluation kommt lediglich eine Anpassung um Kleckerbeträge. Trotz eines Rekorddefizits sollen die Kommunen nur minimal mehr Geld erhalten. In Anbetracht der massiv gewachsenen Ausgaben ist das unterm Strich eine Kürzung.“
Während CDU und SPD behaupten, das Land könne nicht mehr leisten, verweist Martin auf unnötige Ausgaben im Landeshaushalt: „Zusätzliche Ministerien, so viele Spitzenbeamte wie nie und eine Eigenheimförderung, die den Millionär stärker fördert, als die Mittelstandsfamilie. Die Landesregierung setzt die falschen Prioritäten.“
Die nun von CDU und SPD angekündigte Summe für das Jahr 2027 war unter Regierungsbeteiligung der Grünen schon für dieses Jahr vorgesehen. Die Preissteigerungen der kommenden beiden Jahre werden damit nicht berücksichtigt. Der neue Finanzausgleich enthalte diverse neue Verteilmechanismen, aber nicht genug zu verteilendes Geld.
Die Landesregierung müsse zudem endlich Klarheit schaffen, was das Infrastruktur-Sondervermögen angeht. Die Grünen haben bereits vor Monaten gefordert, den Kommunen 80 Prozent und damit rund 6 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen zur Verfügung zu stellen. Die Landesregierung hat allerdings immer noch keine Entscheidung getroffen.
Ebenso müssten die zusätzlichen 300 Millionen Euro, die Hessen aufgrund der Bund-Länder-Einigung für Investitionen in Bildung erhält, komplett an die Kommunen gehen. Damit könnte der Investitionsstau in Schulen und Kitas endlich effektiv angegangen werden.



Neuste Artikel
Felix Martin ruft zu Vorschlägen für ehrenamtliche Auszeichnung auf
Der regionale Landtagsabgeordnete Felix Martin (Grüne) ermuntert dazu, engagierte Einzelpersonen und Gruppen aus der Region für die hessische Landesauszeichnung „Soziales Bürgerengagement“ vorzuschlagen. „Viele Menschen leisten Tag für Tag Großartiges – oft leise und ohne öffentliche Aufmerksamkeit. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Sichtbarkeit. Deshalb freue ich mich über Vorschläge aus unserer Region“, so Felix Martin. Das…
Bundestagsabgeordnete im Gespräch mit Verein für Regionalentwicklung
Die Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/Die Grünen) besuchte am vergangenen Dienstag den Verein für Regionalentwicklung (VfR) Werra-Meißner zum Austausch über die Zukunft der LEADER-Förderung im Landkreis. Die aktuelle Haushaltsplanung der Europäischen Union für die Förderphase 2028-2034 gefährdet die Fördermittel für den ländlichen Raum, wovon der Werra-Meißner-Kreis direkt betroffen sein könnte. Awet Tesfaiesus: „Das LEADER-Förderprogramm hilft…
Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus ruft zur Bewerbung auf:
Mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm als Junior-Botschafter in die USA Der Deutsche Bundestag vergibt wieder Stipendien für ein Auslandsjahr in den USA. Ab sofort können sich Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige für ein Stipendium des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) für das Austauschjahr 2027/2028 auf bundestag.de/ppp bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 11. September 2026. Dazu meint die…
Ähnliche Artikel
Kreistag
Koalitionsvertrag für den Werra-Meißner-Kreis unterzeichnet – Grüne Handschrift deutlich sichtbar
Am Freitag, den 8. Mai 2026, haben CDU, Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen und FDP in Eschwege den gemeinsamen Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode im Kreistag des Werra-Meißner-Kreises unterzeichnet. Damit steht die Grundlage für eine stabile und verlässliche Zusammenarbeit bis 2031.
Frauen
Weltfrauentag: Grüne kritisieren geringen Frauenanteil zur Kommunalwahl
Für den Kreistag kandidieren insgesamt 173 Männer, aber nur 80 Frauen. Besonders deutlich werde das Missverhältnis bei CDU (23 Prozent Frauen), SPD (22 Prozent Frauen) und Freien Wählern (21 Prozent Frauen). Ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis haben ausschließlich die Grünen.
Gesundheit
Es braucht schnelle und unkomplizierte Lösung für Praxis in der Reichensächser Straße
Es gab in der Vergangenheit offensichtlich Fehler in der Verwaltung und diese Fehler müssen schnell und unkompliziert behoben werden. Dafür muss das Hütchenspiel um die Zuständigkeiten umgehend enden.