Im globalen Netzwerk „Age-friendly-Cities and Communities“ sind über 1100 Städte und Gemeinden aus 44 Ländern vernetzt. Sie wollen den Bedürfnissen älterer Menschen eine höhere Aufmerksamkeit schenken und haben sich daher verpflichtet, eine altersfreundliche Gestaltung der Wohnumfeldes anzustreben, was im Ergebnis allen Generationen dienen soll.
In Deutschland ist bislang lediglich die Stadt Radevormwald dabei – nun berät auch der Werra-Meißner-Kreis über einen Beitritt zum Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation. In einer gemeinsamen Sitzung von Gesundheitsausschuss und Sozialausschuss am 29. November wird ein entsprechender Berichtsantrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE beraten.
Felix Martin, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses: „2019 waren über 25.000 Menschen im Kreis über 65 Jahre alt, das entspricht gut einem Viertel aller hier lebenden Menschen. Daraus ergeben sich spezifische Herausforderungen. Ziel des Netzwerkes ist ein weltweiter Austausch von Beispielen aus der Praxis. Mit den Erfahrungen aus Radevormwald sowie den Interessenvertretungen von Senior*innen vor Ort soll erörtert werden, wie der Beitritt zum Netzwerk vonstattengeht, welche Aufgaben und Vorteile sich seitdem ergeben haben und inwiefern es möglich ist, dem Netzwerk als Bündnis von Landkreis und interessierten Kommunen gemeinsam beizutreten. Außerdem spielen die bisherigen und zukünftig geplanten Maßnahmen des Kreises eine Rolle.“
Nach einem möglichen Beitritt zum Netzwerk wird eine Verpflichtungserklärung mit der Absicht unterzeichnet, eine altersfreundliche Region zu werden. Konkret wird es bei der Erstellung eines Aktionsplans und der Gründung oder Beauftragung eines Trägervereins. Umgesetzte Maßnahmen werden in einer weltweiten digitalen Datenbank gesammelt und dienen als Anregung für andere Regionen.



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