Landwirtschaft

Europaabgeordneter Häusling in Hessisch Lichtenau

Über den aktuellen Stand der EU-Agrarpolitik und des Mercosur Freihandelsabkommens berichtete der grüne Europa-Parlamentarier Martin Häusling am Donerstagabend im voll besetzten Alten Rathaussaal in Hessisch Lichtenau. Der Kreisverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN hatte gemeinsam mit der Fraktion Grün-Linkes Bündnis Hessisch Lichtenau zum Vortrag mit anschließender Diskussion eingeladen.

Das geplante (Agrar-)Handelsabkommen zwischen der EU und südamerikanischen Staaten schafft die größte Freihandelszone der Welt und ist – nicht zuletzt wegen seiner Auswirkungen auf die Landwirtschaft – mittlerweile heftig umstritten. Ziel eines Freihandelsabkommen ist die Senkung von Handelsschranken zu Gunsten eines freien Warenaustausches. „Der Mercosur-Vertrag beinhaltet keine verbindlichen Vereinbarungen zu Klima- und Umweltschutz, keine belastbaren Aussagen zu den Pariser Klimazielen und auch keine Aussagen zu Arbeits- und Sozialstandards. Wird das Abkommen in der derzeitigen Fassung umgesetzt, hat das massive Auswirkungen auf die lokale Landwirtschaft. Die niedrigen Produktionskosten in den Mercosur-Staaten würden die heimischen Landwirte einem noch größeren Preisdruck aussetzen.“ betonte Häusling, der sehr bildhaft seine Eindrücke von seinen Südamerikareisen schilderte.

Der grüne Europaabgeordnete stellte außerdem die aktuelle Debatte um die EU-Agrarreform dar und machte deutlich, dass die Beibehaltung der Direktzahlungen den Zielen des Klima- und Biodiversitätsschutzes nicht gerecht wird. Die wirtschaftliche Lage der Landwirte könne auf Dauer nur durch faire Erzeugerpreise gesichert werden und nicht durch EU-Zahlungen, die lediglich den Landbesitz entlohnen.

Das Publikum diskutierte sehr anregt mit. Beispielsweise wurde debattiert, wie ein Mentalitätswechsel in der Bevölkerung für regionale Lebensmittelerzeugung geschaffen werden kann. Dadurch motiviert peilen die BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und das die Fraktion Grün-Linkes Bündnis weitere Veranstaltungen in Hessisch Lichtenau an und laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürgern zum weiteren Austausch auf lokaler Ebene ein.

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