Am Freitag, den 8. Mai 2026, haben CDU, Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen und FDP in Eschwege den gemeinsamen Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode im Kreistag des Werra-Meißner-Kreises unterzeichnet. Damit steht die Grundlage für eine stabile und verlässliche Zusammenarbeit bis 2031.
Nach intensiven Gesprächen hatten die Grünen Mitglieder dem Vertrag auf ihrer Kreismitgliederversammlung am 07.05.2026 in Bad Sooden-Allendorf zugestimmt. Dr. Christiane Weiler erklärt dazu: „Die politischen Mehrheiten werden vielfältiger und kleinteiliger. Das bedeutet auch, dass demokratische Parteien stärker bereit sein müssen, Kompromisse einzugehen und gemeinsame Linien zu finden. Für uns war klar: Wir wollen Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit anderen demokratischen Kräften Lösungen für den Werra-Meißner-Kreis entwickeln – und damit auch ein klares Signal gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck setzen.“
Der Koalitionsvertrag trägt in vielen zentralen Punkten eine klare Grüne Handschrift. Zahlreiche Forderungen aus dem Grünen Wahlprogramm konnten in den Verhandlungen erfolgreich eingebracht und verbindlich vereinbart werden.
So wurde das Ziel vereinbart, den Werra-Meißner-Kreis bis 2040 weitgehend klimaneutral und energieautark aufzustellen. Das Klimaschutzkonzept des Kreises soll fortgeschrieben werden. Zudem wird sich zeitnah auch mit einem integrierten Klimaanpassungskonzept befasst. Die Koalitionspartner wollen den Ausbau erneuerbarer Energien, Nahwärmenetze und Bürgerenergieprojekte weiter stärken. Damit wurde eine zentrale Forderung der Grünen zur konsequenten Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes im Koalitionsvertrag verankert.
Auch beim Thema Mobilität finden sich wichtige Grüne Inhalte wieder. Die neue Koalition setzt auf bessere Busverbindungen, flexible On-Demand-Angebote und den Ausbau von Bürgerbus- und Rufsystemen. Ziel ist eine verlässliche und bezahlbare Mobilität auch in kleineren Ortsteilen – genau wie es die Grünen im Wahlprogramm gefordert haben.
Im Bereich Bildung konnten die Grünen wichtige Investitionen in moderne und sanierte Schulen, digitale Ausstattung sowie den Erhalt möglichst vieler Ausbildungsgänge an den beruflichen Schulen in Eschwege und Witzenhausen durchsetzen. Gleichzeitig soll der Kreisschülerrat künftig stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden. Auch das entspricht zentralen Forderungen des Grünen Wahlprogramms.
Ein weiterer Erfolg ist die Unterstützung einer kreisweiten Wohnungsbaugenossenschaft. Die Koalition will Initiativen unterstützen, die Leerstände sanieren und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Damit findet sich ein weiteres Kernprojekt der Grünen im Koalitionsvertrag wieder.
Auch sozialpolitisch enthält der Vertrag zentrale Grüne Anliegen: Der Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen wird umgesetzt, Beratungsstellen und Frauenhausplätze sollen verlässlich unterstützt werden. Zudem setzt die Koalition auf Integration durch Sprachförderung, schnellere Verfahren in der Ausländerbehörde und bessere Möglichkeiten zur Fachkräftegewinnung.
Darüber hinaus konnten die Grünen die Einführung eines „Ehrenamtsbudgets“ zur unkomplizierten Unterstützung von Vereinen und Initiativen durchsetzen.
Henner Gädtke erklärt für den Kreisverband: „Ein Koalitionsvertrag ist immer das Ergebnis gegenseitiger Kompromisse. Umso wichtiger ist, dass wir viele zentrale Grüne Projekte und Forderungen aus unserem Wahlprogramm im Vertrag verankern konnten – beim Klimaschutz, der Mobilität im ländlichen Raum, Investitionen in Schulen, dem Schutz von Frauen vor Gewalt, der Unterstützung des Ehrenamts und einer leistungsfähigen, integrationsfördernden Ausländerbehörde. Der Vertrag zeigt damit eine klare Grüne Handschrift und gibt dem Werra-Meißner-Kreis eine stabile demokratische Grundlage für die kommenden Jahre.“



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