Zur Berichterstattung der Werra-Rundschau vom 21.02 zu „Kreis stoppt gewerbliche Nutzung von Villa“ erklärt Felix Martin, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag sowie Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Landkreises: „Das Ganze ist völlig absurd. Plötzlich soll es sich bei einem Stadtviertel um ein reines Wohngebiet handeln, obwohl dort seit Jahrzehnten diverse Praxen und Büros tätig sind. Die betreffende Villa wurde von der öffentlichen Hand selbst jahrelang für Gesundheitszwecke genutzt und nun soll genau dies nie zulässig gewesen sein. Grundlage für diese Einschätzung ist ein über 100 Jahre altes Dokument, welches in der Bauaufsicht offenbar jahrzehntelang niemand beachtet hat.
Es gab in der Vergangenheit offensichtlich Fehler in der Verwaltung und diese Fehler müssen schnell und unkompliziert behoben werden. Dafür muss das Hütchenspiel um die Zuständigkeiten umgehend enden. Die Bauaufsicht zeigt auf die Stadt und der Kreis auf das Klinikum, obwohl dieses zu großen Anteilen dem Landkreis gehört. Ich erwarte, dass alle Beteiligten ihrer Verantwortung nachkommen im Sinne der Gesundheitsversorgung, der Beschäftigten, der Investoren und auch um eine potenziell teure Schadensersatzklage abzuwenden.
Ich fordere Landrätin Nicole Rathgeber, Baudezernent Philipp Kanzow sowie Gesundheitsdezernent Friedel Lenze dazu auf, umgehend Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Es braucht eine unkomplizierte und für die betroffenen Praxen kostenfreie Lösung, welche die Realität der vergangenen Jahrzehnte abbildet.“



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