Ziel des Konzepts „Zukunftsfähige Berufsschule“ aus dem hessischen Kultusministerium sollte eigentlich sein, die Berufsschulstandorte zu sichern. Dennoch sind einige Ausbildungsgänge in Eschwege und Witzenhausen gefährdet. Die Grünen im Kreistag haben einen Berichtsantrag eingebracht, um die Auswirkungen des Landeskonzeptes auf die Region zu untersuchen.
Die Kreistagsabgeordnete Anke Strube erläutert: „Statt flexibel auf Gegebenheiten vor Ort reagieren zu können entscheidet künftig ein starres Ampelsystem, ob ein Ausbildungsgang erhalten bleibt. Zwar wurde die Mindestklassengröße reduziert, doch in Eschwege und Witzenhausen drohen Ausbildungsgänge zu entfallen.“
Bereits 2021 haben die Schulleiter befürchtet, dass durch das Landeskonzept Ausbildungsgänge in Eschwege und Witzenhausen wegfallen. Seitdem wurde das Konzept vom Land konkretisiert, es wurden Modelle für regionale und landesweite Berufsschulzentren entwickelt und ab dem kommenden Jahr soll das neue Standortkonzept umgesetzt werden. Mit dem Berichtsantrag sollen die Auswirkungen auf die Region im Schulausschuss des Kreistages untersucht werden. Die Grünen interessiert dabei neben der Sichtweise der Schulen und des Schulamts auch die Perspektive der Industrie- und Handelskammer sowie der Kreishandwerkerschaft.
Felix Martin, Fraktionsvorsitzender der Grünen, erklärt: „Wenn wir junge Menschen in der Region halten wollen braucht es wohnortnahe Ausbildungsangebote. Unsere Berufsschulen gehören gestärkt und nicht geschwächt.“



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