Zum nächsten Kreistag am 1. Juni möchte die Fraktion der Grünen vom Kreisausschuss erfahren, durch welche Maßnahmen und Projekte mehr Unabhängigkeit von Energieimporten erreichten werden soll.
Dazu Armin Jung, umweltpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN.
„Für den Betrieb oder die Vergabe des Betriebs vieler Nutzfahrzeuge, beispielsweise zum Einsammeln und Transportieren der Abfälle oder für die Linienbusse, liegt die Zuständigkeit beim Kreis und / oder den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Spätestens in den vergangenen 15 Monaten ist im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine die Notwendigkeit von mehr Unabhängigkeit bei Energieimporten deutlich geworden. Im Besonderen gilt dies für Erdölprodukte und Erdgas.
Den Kommunen kommt in ihrer eigenen Zuständigkeit bei der Umstellung der Fahrzeugantriebe eine bedeutende Rolle zu. In deren Zuständigkeit liegt die Abfallentsorgung und der Betrieb von Linienbussen. Alle diese Fahrzeuge werden bisher mit Verbrennungsmotoren betrieben, die für die gleiche Leistung erheblich mehr Energie benötigen wie ein vollelektrischer Antrieb. Darüber hinaus werden Verbrennungsmotoren mit importiertem und klimaschädlichem Diesel, Benzin oder Gas betrieben. Hinzu kommen Lärm und gesundheitsgefährdende Verbrennungsrückstände wie Feinstaub und Ruß.“
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen fördert alternative Antriebskonzepte in Kommunen und dem kommunalen Umfeld mit anteiligen Zuschüssen.
„Auch wenn die Kraftstoffpreise zurzeit wieder leicht sinken, sollten wir uns nichts vormachen: Aus Gründen des Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes und zur Sicherung des Technologiestandortes ist es erforderlich unsere Mobilität auf effiziente und klimafreundliche Antriebe umzustellen. Die Kommunen müssen dabei vorbildhaft voran gehen.“, so Jung abschließend.



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