Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchte die Gestaltung des Werra-Meißner-Kreises stärker an den Bedürfnissen älterer Menschen ausrichten. Damit könnte die Lebensqualität vor Ort gesteigert werden – nicht nur für Ältere. Deshalb beantragt sie den Beitritt des Werra-Meißner-Kreises zum Netzwerk „Age-friendly-Cities“. In dem Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation sind 1400 Kommunen aus 51 Ländern Mitglied.
Dazu Kreistagsabgeordneter Felix Martin: „Mehr als ein Viertel der Menschen im Werra-Meißner-Kreis ist über 65 Jahre alt. Daraus resultieren besondere Bedürfnisse, denen wir stärker Rechnung tragen wollen. Der Austausch in einem weltweiten Netzwerk ermöglicht es, das wir voneinander lernen und gute Ideen auch bei uns zur Anwendung kommen. Ein abgesenkter Bordstein etwa kann eine Barriere für Menschen mit Rollator abbauen. Gleichzeitig hilft dieser aber auch Eltern mit Kinderwagen oder Menschen im Rollstuhl. So kann die Lebensqualität im öffentlichen Raum für alle Menschen verbessert werden“
Mit dem Beitritt zum Netzwerk würde sich der Kreis verpflichten, eine besonders altersfreundliche Region zu werden. Anschließend würde ein Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen erarbeitet. Darin sollen Aspekte wie etwa Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Familie und Kultur in den Blick genommen werden. Die Maßnahmen des Aktionsplans sowie der Austausch guter Ideen aus den zahlreichen andern Netzwerkländern können die Lebensqualität insbesondere im öffentlichen Raum steigern. Im Gesundheitsausschuss soll einmal im Jahr über den Umsetzungsstand berichtet werden.



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