Als Antwort auf die aktuellen Engpässe in den globalen Lieferketten und dadurch entstehende mögliche Versorgungsschwierigkeiten in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge wollen die Kreistagsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die LINKE ein besonderes Augenmerk auf das Potenzial regionaler Wirtschaftskreisläufe im Werra-Meißner-Kreis legen.
Die Corona-Pandemie hat deutlich die Defizite einer rein auf Kostenoptimierung ausgerichteten internationalen Arbeitsteilung gezeigt. Die Abhängigkeit der eigenen Versorgung vom globalen Markt insbesondere im Bereich der Ernährung schwächt seit Jahren die Existenz heimischer Betriebe und untergräbt Ansatzmöglichkeiten hin zu einer „Wirtschaft der kurzen Wege“.
Der Einstieg in eine ressourcenleichte, klimaneutrale Wirtschafts- und Lebensweise wird auch im Werra-Meißner-Kreis zentral sein, um die selbst gesetzten Klimaziele zu erreichen und damit eine zukunftsorientierte wirtschaftliche Entwicklung in Gang zu setzen. „Insbesondere in ländlichen Räumen sind Ansätze zukunftsweisend, die soziale und technische Innovationen mit weitgehenden Formen der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern verbinden. Ein Beispiel hierfür sind Bürgeraktiengesellschaften, gemeinwohlorientierte Unternehmensnetzwerke und Ansätze regionaler Kreislaufwirtschaft“, so Dr. Kristina Bayer, wirtschaftspolitische Sprecherin der grünen Kreistagsfraktion.
Im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr soll daher über bereits realisierte und in Planung befindliche Ansätze zur Stärkung der regionalen Versorgungsstrukturen im Werra-Meißner-Kreis berichtet werden. Hierzu sollen verschiedene Organisationen, wie die WFG, die Ökolandbaumodellregion und der Naturpark Frau-Holle-Land ihre Konzepte zur regionalen Wertschöpfung vorstellen. Ziel der Beratung ist es, Ansätze und Strukturen zu ermitteln, die die einzelnen Initiativen stärken und weitere Gründungen unterstützen können.



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