Bericht aus der Sitzung des Kreistages am 21. September 2026 in Eschwege

Finn Thomsen wurde zum Ersten Kreisbeigeordneten gewählt

Finn Thomsen (parteilos) wurde zum Ersten Kreisbeigeordneten und damit zum Vize-Landrat gewählt. Thomsen hat seine Ausbildung bei einer Kreisverwaltung absolviert und diese als Diplom-Verwaltungswirt sowie mit einem Master of Public Administration abgeschlossen. Anschließend war er in einem Jobcenter, sowie im Bauamt und später im Hauptamt der Stadt Großalmerode tätig. Seit 2018 ist Thomsen Bürgermeister von Großalmerode.

34 Kreistagsabgeordnete stimmten für ihn, fünf enthielten sich und acht votierten mit Nein. Damit erhielt er 72,34 Prozent der abgegebenen Stimmen. Seine sechsjährige Amtszeit beginnt am 1. Dezember.

In seiner Vorstellung stellte Finn Thomsen die Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit im Landkreis in den Mittelpunkt. Als Bürgermeister von Großalmerode und bisheriger Sprecher der Bürgermeister bringt er langjährige kommunalpolitische und Verwaltungserfahrung mit. Als wichtige Aufgaben nannte er unter anderem die interkommunale Zusammenarbeit, Digitalisierung und gleichzeitig den Erhalt der Bürgernähe.

Wir gratulieren Finn Thomsen herzlich zu seiner Wahl und freuen uns auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Hitzeaktionsplan beschlossen: Vorsorge ist Gesundheitsschutz

Mit dem Hitzeaktionsplan für den Werra-Meißner-Kreis haben wir einen weiteren wichtigen Baustein der Klimaanpassung beschlossen.

Hitze ist längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sommertage, heiße Tage und Hitzewellen haben auch im Werra-Meißner-Kreis deutlich zugenommen. Hitzeschutz ist deshalb für uns konkrete Gesundheitsvorsorge vor Ort.

Besonders betroffen sind ältere und pflegebedürftige Menschen, chronisch Kranke, kleine Kinder, Wohnungslose und Menschen, die im Freien arbeiten. Hitzeschutz ist deshalb auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.

Der Hitzeaktionsplan enthält konkrete Maßnahmen: von Hitzewarnungen und Informationsangeboten über ein Hitzeportal bis zu hitzetauglichen kreiseigenen Gebäuden, angepassten Veranstaltungen und der Stärkung von Nachbarschaftshilfe. Für Städte und Gemeinden werden unter anderem Verschattung, Entsiegelung, Begrünung und Refill-Angebote als mögliche Maßnahmen aufgezeigt.

Wichtig ist uns dabei: Der Hitzeaktionsplan ist kein fertiges Papier für die Schublade. Die Maßnahmen sollen ausgewertet, weiterentwickelt und an neue Erkenntnisse angepasst werden. Der vorgesehene Arbeitskreis soll sich zweimal jährlich treffen; nach jeder Hitzesaison ist eine Erfolgskontrolle vorgesehen.

Damit setzen wir nach dem Klimaschutz- und dem Klimaanpassungskonzept einen weiteren konkreten Schritt für einen klimaresilienten Werra-Meißner-Kreis um.

ÖPNV: Aufgaben übertragen – politische Kontrolle behalten

Ein weiterer wichtiger Punkt war die künftige Zusammenarbeit mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV). Mit dem Beleihungsvertrag werden wichtige Aufgaben des lokalen Nahverkehrs auf den NVV übertragen.

Für uns war dabei entscheidend, dass der Kreistag mit dem Vertragsabschluss seine Verantwortung nicht einfach abgibt. Wir wollen regelmäßig wissen: Wie funktioniert die neue Aufgabenverteilung? Was läuft gut? Wo gibt es Probleme und wo müssen wir nachsteuern?

Deshalb soll künftig einmal jährlich in einer öffentlichen Sitzung des zuständigen Ausschusses über die Entwicklung des ÖPNV und die Erfahrungen mit der Aufgabenwahrnehmung durch den NVV gesprochen werden. Daran soll auch die NVV-Geschäftsführung teilnehmen. Außerdem soll eine Kontaktadresse für Anregungen und Beschwerden zum ÖPNV-Angebot im Werra-Meißner-Kreis eingerichtet werden.

Die öffentlich einsehbaren Unterlagen zur Sitzung findet ihr hier: https://sessionnet.owl-it.de/werra-meissner-kreis/bi/si0057.asp?__ksinr=1858

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