Die Landesregierung lässt das Programm „Sprach-Kitas“ Ende 2026 auslaufen. Das Landesprogramm unterstützt bisher 500 Kindertagesstätten in Hessen, in denen es überdurchschnittlich viele Kinder mit sprachlichem Förderbedarf gibt. Um diese Kinder gezielt zu unterstützen, erhalten die Einrichtungen in der Regel eine zusätzliche Fachkraft. Das soll nun ein Ende haben.
Der lokale Landtagsabgeordnete Felix Martin (GRÜNE) erklärt: „Mit der Entscheidung der Landesregierung würden Sprachförderkräfte in 500 hessischen Kitas wegfallen. Nach Kürzungen bei den Integrierten Gesamtschulen und dem Sozialindex ist das Aus für die ‚Sprach-Kitas‘ der nächste Kahlschlag bei der Bildung in Hessen. CDU und SPD kürzen erneut genau dort, wo besondere Unterstützung notwendig ist. Wir fordern die Landesregierung auf, das erfolgreiche Programm fortzuführen.“
Die Landesregierung hat angekündigt, die „Sprach-Kitas“ durch ein Kompetenzzentrum für sprachliche Bildung zu ersetzen. Dieses soll Fachkräfte und Träger zu Sprachförderung beraten. Dazu Landtagsabgeordneter Martin weiter: „Die Fachkräfte in den Kitas sind bereits hervorragend ausgebildet und wissen genau, wie Sprachförderung funktioniert. Statt externer Beratung brauchen die Kitas die Sprachförderkräfte dauerhaft vor Ort, um die Teams zu entlasten und Kinder mit besonderem Förderbedarf gezielt zu unterstützen. Es ist deshalb fatal, dass die Landesregierung dieses Angebot streicht.“
Im Werra-Meißner-Kreis sind folgende Kitas betroffen, in denen es künftig jeweils eine Fachkraft weniger geben würde:
1. Die „Kindertagesstätte Kreuzkirche“ in Eschwege
2. Die Kita „Haus der kleinen Füße“ in Hessisch Lichtenau
3. Die Kita „Gelsterzwerge“ in Großalmerode
4. Die Kita „Haus der kleinen Freunde“ in Witzenhausen



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