Gemeinsamen Erklärung zum Vorhaben „Gedenkstätte für das Landjudentum“ in der Alten Synagoge Harmuthsachsen des Vereins Freundinnen und Freunde Jüdischen Lebens im Werra Meißner Kreis e.V. der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD, CDU und ÜWG in Waldkappel.
Sachstand zum Vorhaben
Die Untere Denkmalschutzbehörde des Werra Meissner Kreises ist bemüht, dass der Eigentümer die Sicherung der Synagoge durchführt. Der Verein bemüht sich parallel den Gesprächsfaden mit dem Eigentümer aufrecht zu erhalten. Der Verein sieht eine Chance, dass der Eigentümer in den laufenden Verhandlungen mit dem Verein bereit ist, einen vertretbaren Kaufpreis zu akzeptieren. Der Kaufpreis lässt sich bis zu einer gewissen Höhe nach Einschätzung der Vereinsführung über Spenden akquirieren.
Die Sanierung und der Ausbau zu einer Gedenk- und Begegnungsstätte sind mit Fördermitteln zu realisieren, sobald die Gebäude sich in „öffentlicher Trägerschaft“ befinden. Hierzu hat die Hessische Ministerin für Kultur und die Obere Denkmalbehörde ihre Unterstützung zugesagt.
Eine Erklärung der Stadtverordnetenversammlung, die die Pläne des Vereins ausdrücklich befürwortet und Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten in Aussicht stellt, wäre sehr hilfreich um das erforderliche Netzwerk für dieses Projekt zu knüpfen. Insbesondere der Werra Meißner Kreis wird als Unterstützer gebraucht, weitere Gespräche der Vereinsführung mit der Landrätin und dem ersten Beigeordneten sind geplant. Der Verein hofft auf die Unterstützung durch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Waldkappel.
Erklärung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Waldkappel
Die Stadtverordneten der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Waldkappel begrüßen die Pläne des Vereins „Freundinnen und Freunde Jüdischen Lebens im Werra Meißner Kreis e.V.“ das einmalige Ensemble Synagoge und jüdische Schule mit Lehrerwohnung zu erwerben und zu einer Gedenk- und Begegnungsstätte auszubauen. Damit wird ein wichtiges Stück Heimatgeschichte bewahrt und der jahrelange Verfall der Gebäude im Dorfkern hoffentlich beendet. Gerade angesichts der aktuellen Situation und öffentlichen Diskussion über jüdisches Leben in Deutschland erscheint dies besonders wichtig!
Ausdrücklich begrüßen wir die Initiative und den Einsatz, den der Verein hierfür leistet. Die Verwaltung wird gebeten, das Vorhaben des Vereins im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen damit das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann.



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