03.04.2008

Tatsächlich Ökostrom ?

Beim Umstieg auf Ökostrom sollten die Kunden genau prüfen, ob sie damit nicht lediglich eine Image- und Vermarktungskampagne der großen Stromversorger mittragen. Darauf weisen die Grünen hin. „Dies gilt um so mehr für die Kommunen und den Landkreis selbst, da es sich der Kreisausschuss zum Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2015, 20% des Energiebedarfs des Kreises aus heimischen erneuerbaren Energieträgern zu beziehen“, so Armin Jung, umweltpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen.
Er reagiert damit auf die Ankündigung der Städte und Gemeinden im Kreis und des Werra-Meißner Kreises selbst, Verwaltungsgebäude und Liegenschaften zukünftig nur noch mit Ökostrom beliefern zu lassen.
„Wir haben den Kreisausschuss um Auskunft gebeten, ob der zukünftig bezogene Strom auch den für Ökostrom maßgeblichen Qualitätsanforderungen entspricht. Im Besonderen das von der E.ON AG gelieferte Produkt PowerAqua ist nicht entsprechend zertifiziert. Auch wollen wir wissen, aus welchen Quellen, etwa Photovoltaik, Wind oder Biomasse, und aus welchen Anlagetypen der Strom stammt. Erst dann kann eine fundierte Aussage zur CO2-Einsparung erfolgen“, so Jung.
„Schließlich fahren PKW auch nicht CO2-frei, nur weil dem Ottokraftstoff ein kleiner Anteil Bioethanol beigemischt wird“, machte Jung sein Anliegen an einem Beispiel abschließend deutlich.

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