AG Landwirtschaft: Lokale Wärmewende

Freitag, 08. Juli 202218:30 UhrMarktgasse 12, Witzenhausen

Lokale Wärmewende: Welche Rolle können nachwachsende Rohstoffe dabei spielen?

Es ist auch eine digitale Teilnahme möglich. Zugangslink: https://us06web.zoom.us/j/87109981670?pwd=cEF4V2pZV1RqaVAvVDNoS1hyZngwQT09

Die Energiewende ist dringlicher denn je, wie die aktuellen Krisen einmal mehr belegen. Wie können wir vor Ort einen Beitrag zu einer umweltverträglichen Umsetzung im ländlichen Raum leisten?

Für einen möglichst schnellen Umstieg auf eine CO2-neutrale Wärmeversorgung unseres Gebäudebestandes wird das Verbrennen von Biomasse für eine Übergangsfrist voraussichtlich eine wichtige Rolle spielen. Auch ein extrem verstärkter Ausbau von Wind- und Solarenergie, deutliche Fortschritte in der Energie-Speichertechnologie sowie eine massive quantitative und qualitative Steigerung bei der Gebäudesanierung werden vermutlich allein noch nicht ausreichen, um die Energieversorgung in den kritischen Dunkelflautephasen CO2-neutral abzusichern.

Um den teilweise kritischen Anbau von Biomasse (Mais) für eine Biogas-Produktionssteigerung nicht erhöhen zu müssen, andererseits aber auch den Nutzungsdruck auf unsere heimischen und globalen Wälder nicht noch zu verstärken, müssen innovative Alternativen in den Blick genommen werden. Es besteht z.B. die Möglichkeit einen Teil der benötigten Biomasse über den Anbau von schnellwachsenden Baumarten auf landwirtschaftlichen Flächen in Form von flächigen Kurzumtriebsplantagen (KUP) oder als Agroforststreifen zu erzeugen.

Nachwachsende Rohstoffe bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Natur- und Artenschutz, Klimaschutz und Energie­wende. Wir wollen diskutieren ob und unter welchen Voraussetzungen der Anbau schnellwachsender Baumarten für unsere Region Teil einer Übergangslösung auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Wärmewende sein kann.

Es sollen u.a. Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes, des Boden- und Wasserschutzes, die CO2-Speicherung, die Flächenkonkurrenz zu anderen landwirtschaftlichen Produkten aber auch die Wirtschaftlichkeit und die nötige Infrastruktur für den Anbau und die Nutzung angesprochen werden.

Wir laden Sie/Euch herzlich zu einem ersten Treffen der Arbeitsgruppe am Freitag, 8. Juli um 18.30 Uhr im Grünen Büro, Marktgasse 12 in Witzenhausen ein.

Der Dipl.-Forstingenieur Wolfgang Hüller wird einen fachlichen Input geben. Um das ganze anschaulich zu gestalten, soll im Anschluss der KUP-Streifen mitten in den Kirschplantagen am Sulzberg besichtigt werden. Dieser ist von Witzenhausen aus zu Fuß oder mit Rad gut (1,5 km) erreichbar.

Wir bitten um eine Anmeldung unter regionalbuero@mueller-witzenhausen.de oder 05542-999046.

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